Metroid Prime 4: Beyond konnte nicht das Comeback liefern, das viele Fans erwartet hatten, als es 2025 für Nintendo-Switch-Konsolen erschien. Das von Retro Studios nach fünf Jahren Entwicklungszeit fertiggestellte Spiel wurde im Ausgangsmaterial wegen seiner Nebenfiguren, der Motorradabschnitte mit Samus und eines unbefriedigenden Endes kritisiert.

Diese Reaktion steht im Gegensatz zum Ruf der ursprünglichen Metroid-Prime-Trilogie. Das erste Spiel erschien 2002 für den Nintendo GameCube und überführte die Reihe erfolgreich von 2D in 3D. Seine Fortsetzungen erweiterten Samus’ Fähigkeiten und führten einen Mehrspielermodus ein, doch die 18-jährige Lücke zwischen Metroid Prime 3 und Metroid Prime 4 ließ die Erwartungen an den nächsten Teil steigen.

Da Metroid Prime 2 und 3 auf der Nintendo Switch weiterhin weder über Nintendo Switch Online noch als Remaster verfügbar sind, hat die Idee, die Trilogie erneut aufzugreifen, an Attraktivität gewonnen. Die kürzlich erfolgte Veröffentlichung von The Legend of Zelda: Ocarina of Time Remake für die Switch 2 wird als weiteres Beispiel dafür angeführt, wie Nintendo ein klassisches Spiel modernisiert.

Der vorgeschlagene Ansatz orientiert sich an Capcoms Resident-Evil-Remakes. Diese Projekte stellten die Atmosphäre und das grundlegende Design der Originale wieder her und aktualisierten zugleich deren Präsentation und Gameplay. Ein Remake der Metroid-Prime-Trilogie könnte einen ähnlichen Weg einschlagen und die Engine von Prime 4 als Grundlage verwenden, während die Identität der früheren Spiele erhalten bleibt.

Metroid Prime Remastered, das 2023 veröffentlicht wurde, verbesserte das Original bereits durch aktualisierte Texturen und Breitbildunterstützung. Ein vollständiges Remake könnte noch weiter gehen, indem die Anfangsbereiche und Tallon IV mit moderner Grafik, modernem Sound und Funktionen wie HD Rumble 2 neu gestaltet werden. Vertraute Schauplätze könnten erkennbar bleiben und zugleich neue Layouts oder andere Änderungen erhalten, die zurückkehrende Spieler überraschen.

Eine vorgeschlagene Möglichkeit wäre, das Remake am Ende von Metroid: Zero Mission zu beginnen, das kurz vor Metroid Prime spielt. Die Spieler könnten Samus mit ihren bereits vorhandenen Fähigkeiten steuern, Mother Brain in einer 3D-Umgebung gegenübertreten und anschließend zu ihrem Schiff fliehen, bevor sie zum Orpheron-Schiff reist, auf dem Prime beginnt.

Ein Remake könnte auch den Mehrspielermodus aus Metroid Prime 2 zurückbringen. Dieser Modus unterstützte bis zu vier Spieler in Deathmatch und Bounty Mode, in dem die Teilnehmer Münzen sammelten, um zu gewinnen. Prime 2 enthielt vier Arenen, während zwei weitere durch Fortschritte in seiner Einzelspielerkampagne freigeschaltet wurden.

Moderne Online-Funktionen könnten diese Grundlage durch zusätzliche Modi und Karten erweitern, die von Schauplätzen aus der gesamten Trilogie inspiriert sind. Der Vorschlag umfasst außerdem kooperatives Spielen der Kampagne und einen Horde-Modus, wobei keine dieser Funktionen für ein zukünftiges Metroid-Spiel bestätigt ist.

Der Artikel argumentiert, dass sich Metroid nach der gemischten Reaktion auf Prime 4: Beyond und Samus’ Abwesenheit bei einer kürzlich ausgestrahlten Nintendo Direct, die sich auf Donkey Kong, Zelda und Veröffentlichungen von Drittanbietern konzentrierte, derzeit unsicher anfühlt. Er vergleicht die Situation mit der Erholung von Resident Evil nach dem schlecht aufgenommenen Resident Evil 6, auf das Resident Evil 7 und das Remake von Resident Evil 2 folgten.

Neben Remakes, so die Quelle, könnte Nintendo das Interesse an der Reihe aufrechterhalten, indem weitere Spiele, darunter Metroid Prime 2, zu Nintendo Switch Online hinzugefügt und nach Metroid Dread weitere 2D-Ableger produziert werden. Dennoch wird betont, dass eine modernisierte Prime-Trilogie der direkteste Weg sein könnte, die Anziehungskraft der Reihe wiederherzustellen.

Quellen: Space.com.